Strom wird an der Börse in standardisierten Mengen beschafft. Wer größere Mengen abnimmt, kann früher, breiter und gezielter einkaufen — der Anbieter muss weniger Risikoaufschlag für Prognoseabweichungen einrechnen. Dieser Effekt schlägt direkt auf den Energieanteil des Arbeitspreises durch.
Hinzu kommt, dass sich die Fixkosten eines Vertrags — Abrechnung, Kundenbetreuung, Messstellenbetrieb, Vertragsverwaltung — auf die abgenommene Menge verteilen. Bei 8.000 kWh im Jahr fallen sie pro Kilowattstunde deutlich stärker ins Gewicht als bei 400.000 kWh.
Ab bestimmten Mengen endet außerdem der Listenpreis: Statt aus einem veröffentlichten Tarifblatt wird der Preis individuell kalkuliert, auf Basis Ihres tatsächlichen Lastprofils und der aktuellen Beschaffungslage. Bei leistungsgemessenen Abnahmestellen ist das der Regelfall — mehr dazu im Ratgeber zu Netzentgelten, Lastgang und RLM.