Immer mehr Betriebe brauchen grünen Strom nicht nur aus Überzeugung, sondern für Ausschreibungen, Kundenanforderungen und das eigene Reporting. Worauf es bei Qualität und Nachweis ankommt.
Große Auftraggeber fragen den Strommix ihrer Lieferanten ab, Ausschreibungen enthalten Nachhaltigkeitskriterien, und Unternehmen berichten über ihre Emissionen. Der bezogene Strom ist dabei einer der am einfachsten zu ändernden Posten.
Anders als bei Prozessumstellungen oder Investitionen in Anlagen genügt hier in der Regel ein Wechsel des Liefervertrags — technisch ändert sich am Anschluss nichts. Welche Nachweisform Ihr Betrieb konkret braucht, hängt allerdings von Ihren Auftraggebern und Ihrer Berichtspflicht ab und sollte individuell geprüft werden.
Hinter dem Begriff „Ökostrom“ stehen sehr unterschiedliche Produkte. Für Unternehmen ist vor allem entscheidend, welchen Nachweis sie am Ende in der Hand halten.
Der gängige Standard: Für jede grüne Kilowattstunde wird ein Nachweis entwertet. Sagt aus, dass Grünstrom erzeugt wurde — nicht zwingend, dass neue Anlagen entstehen.
Anspruchsvollere Gütesiegel verlangen zusätzlich Investitionen in neue Erzeugungsanlagen. Erkennbar an unabhängiger Zertifizierung.
Strom direkt von einer bestimmten Anlage. Für größere Abnahmemengen interessant, oft mit langer Laufzeit.
Entscheidend ist, dass Sie eine belastbare Bescheinigung erhalten, die Ihre Prüfung akzeptiert.
Der Aufpreis gegenüber konventionellen Tarifen ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Einfache Ökostromtarife mit Herkunftsnachweisen liegen häufig auf ähnlichem Niveau wie Graustrom — teils entscheidet nur noch der Anbieter, nicht das Produkt. Anspruchsvollere Labels und Direktlieferverträge liegen darüber.
Alle Angaben sind als Größenordnung zu verstehen: Der tatsächliche Preis hängt von Verbrauch, Laufzeit, Standort und Beschaffungszeitpunkt ab, weshalb wir hier bewusst keine Cent-Angabe nennen. Wie sich der Arbeitspreis im Gewerbe grundsätzlich zusammensetzt, zeigt unsere Übersicht zu den Gewerbestrompreisen.
Ein persönlicher B2B-Account-Manager meldet sich innerhalb von 24 Stunden mit einem passenden Ökostrom-Angebot. Keine Cold-Calls, keine Daten an Dritte.
Wer neben Strom auch Gas bezieht, kann klimaneutrale Tarife oder Tarife mit Biogas-Anteil wählen. Je nach Anforderung Ihrer Auftraggeber lohnt es sich, beide Sparten gemeinsam zu betrachten, damit der Nachweis am Ende den gesamten Energiebezug abdeckt. Details dazu finden Sie unter Gewerbegas.
Der Aufpreis ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. Einfache Ökostromtarife mit Herkunftsnachweisen liegen häufig auf ähnlichem Niveau wie konventionelle Tarife; anspruchsvollere Labels und Direktlieferverträge kosten mehr.
Ein Dokument, das bescheinigt, dass eine bestimmte Strommenge aus erneuerbaren Quellen erzeugt wurde. Für jede grüne Kilowattstunde wird ein Nachweis entwertet, damit sie nicht doppelt vermarktet wird.
In der Regel ja, sofern Sie eine belastbare jährliche Bescheinigung erhalten. Klären Sie die akzeptierte Nachweisform vorab mit Ihrer Wirtschaftsprüfung.
Nein. Physikalisch fließt derselbe Strom aus dem Netz. Der Unterschied liegt in der Beschaffung und den entwerteten Nachweisen.
Ja. Über einen Rahmenvertrag lassen sich alle Marktlokationen gemeinsam umstellen — wichtig, damit im Reporting keine Lücke bleibt.
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