Wind übernimmt im Herbst die Führung
Mit dem Beginn der kälteren Jahreszeit verschiebt sich der deutsche Strommix deutlich in Richtung Windkraft. Nach den Marktdaten von SMARD (smard.de) liefert die Windenergie an stürmischen Herbsttagen regelmäßig den größten Anteil der Stromerzeugung, während die Solarproduktion mit den kürzeren Tagen spürbar zurückgeht. Das ist ein typisches saisonales Muster: Im Sommer trägt die Photovoltaik stark, im Winter übernimmt der Wind. Für dich als Verbraucher bedeutet das, dass der Anteil erneuerbarer Energien auch im Oktober insgesamt hoch bleibt, sich die Quellen aber verschieben.
Solar geht in die ruhige Phase
Die Photovoltaik hat ihre starken Monate hinter sich. Laut den Erzeugungsdaten auf SMARD (smard.de) sinkt die solare Einspeisung im Oktober gegenüber den Sommermonaten deutlich, weil die Sonnenstunden kürzer werden und der Einstrahlungswinkel flacher ist. Das heißt aber nicht, dass Solar keine Rolle mehr spielt: An klaren, kalten Mittagsstunden liefern die Anlagen weiterhin wertvolle Spitzen. Der BDEW (bdew.de) weist regelmäßig darauf hin, dass gerade die Kombination aus Wind und Solar über das Jahr hinweg für einen stabilen erneuerbaren Anteil sorgt.
Was das für Preise und dynamische Tarife bedeutet
Viel Windstrom drückt tendenziell die Großhandelspreise an der Strombörse nach unten – an sehr windreichen Tagen kann es sogar zu Phasen mit niedrigen oder negativen Preisen an der EEX kommen. An windschwachen Tagen steigen die Preise dagegen an. Für dich ist das vor allem relevant, wenn du einen dynamischen Stromtarif nutzt, der sich an den Börsenpreisen orientiert. Wer bewusst stromintensive Geräte in windreiche Stunden legt, kann davon profitieren. Bei klassischen Festpreistarifen schlagen diese kurzfristigen Schwankungen dagegen nicht direkt durch.
Empfehlung
Nutze den Herbst, um deinen Tarif zu überprüfen: Gerade zum Jahreswechsel passen viele Anbieter ihre Preise an, und die Verbraucherzentrale (verbraucherzentrale.de) rät, Angebote regelmäßig zu vergleichen, statt in der oft teureren Grundversorgung zu bleiben. Prüfe dabei, ob ein Festpreistarif mit Preisgarantie oder ein dynamischer Tarif besser zu deinem Verbrauch passt. Im Volt-Gas Tarifrechner kannst du jetzt günstige Tarife vergleichen und direkt sehen, wie viel du sparen kannst.